Der Wahlführerschein


Wer seine Freizeit lieber in Fußball, Alkohol oder Religion investiert, sich also lieber von existierenden sozioökonomischen Problemen mit etwas ablenkt, was keinerlei gesellschaftliche Probleme löst und sich für politisches Geschehen abseits der 20 Uhr Nachrichten nicht interessiert, soll dies frei tun dürfen. Ein solcher muss jedoch davor bewahrt werden, durch Wahlen aktiv an der Mitgestaltung unserer Gesellschaft einzuwirken, denn das Ergebnis dieser Mitgestaltung kann aufgrund von Bildungsmangel stets immer nur negativ sein. Die Allgemeinheit muss vor solchen destruktiven Einwirkungen bewahrt werden.

Um die Inkompetenz der amtierenden Politik - welche durch eben diese fehlerhaft gestalteten demokratischen Strukturen begründet ist - zu verhindern, muss erkannt werden, dass wir heute in einer Ochlokratie leben.

 

Ochlokratie = Herrschaft durch die Ungebildeten. Begründet durch Wahlrecht ohne Kompetenznachweis. Die auserwählten Politiker der Ungebildeten sind die Ochlokraten.

 


Der mangelhaft informierte kann in einem demokratischen System durch seine Wahl ausschließlich nur destruktiv handeln. Auch die Volksvertreter, also die Politiker der so genannten 'repräsentativen Demokratie' können letztlich nur so kompetent sein, wie die Wähler, welche sich für diese entschieden haben. Die Folge sind Inkompetenz und Korruption im Parlament. Es ist darum notwendig ein demokratisches System zu schaffen, welches nicht auf Basis der Herrschaft der ungebildeten fungiert, sondern eine Selektion zwischen inkompetenten und kompetenten Wählern durchführt.

 

Der Nachweis einer gewissen politischen Bildung ist notwendig, bevor ein Eingriff in das politische Geschehen und somit die Beeinflussung der Lebensqualität des gesamten Volkes möglich sein sollte, wer aber letztlich das Interesse, also die minimal notwendige Qualifikation nachweisen kann, sollte gesellschaftliches Ansehen erhalten und alles Recht besitzen durch Wahlen am politischen Mitwirken teilzuhaben. Dies führt dazu, dass das freie Interesse gestärkt wird, sich politisch zu bilden und die Wahlkompetenz sich erhöht.

 

Das Recht Auto zu fahren muss man sich durch einen Qualifikationsnachweis durch einen Führerschein verdienen, weil man sonst Schaden verursacht. Um im Straßenverkehr ein destruktives Handeln aufgrund mangelnder Kompetenz zu vermeiden, existiert die Führerscheinpflicht. Aus dem selben Grund ist auch ein Führerschein bei Wahlen erforderlich um destruktives Hanlden aufgrund mangelnder Kompetenz zu vermeiden. Ein Wähler sollte sich das Recht zu wählen also durch einen Qualifikationsnachweis verdienen, weil man sonst Schaden verursacht, wie ein Autofahrer ohne Führerschein.
 

Häufig stellt sich die Frage, wie ein solcher Test aussehen könnte und ob dieser nicht durch die amtierende Politik im Interesse des Machterhaltes gefärbt werden könnte? Die Antwort darauf ist einfach, denn es muss nur Bildungslevel nachgewiesen werden. Das heißt nicht dass man die Meinung des Establishments haben muss, sondern nur nachweisen ob man sich mit Politik beschäftigt. Ein solcher Test fragt nicht nach einer Ideologie, sondern nur danach ob sich der geteste mit Politik beschäftigt hat. Die Fragen des Wahlführerscheins sind also ideologiefrei und werden im Format ähnlich wie bei der theoretischen Prüfung für den KFZ-Führerschein gestellt.  Beispiele für solche Fragen wären:

  • "Was ist ein Direktmandat?"
  • "Welche Funktion hat der Bundespräsident"?
  • "Was ist repräsentative Demokratie?"
  • "Was ist eine parlamentarische Fraktion im Bundestag?"
  • "Wie entsteht eine Koalition?"

Diese vorgestellten Fragen mögen zunächst zu einfach erscheinen, als dass Personen welche sie beantworten können eine wirkliche politische Kompetenz besäßen, doch zeigt die richtige Beantwortung der Fragen ein minimales politisches Interesse auf welches Wähler aktuell in erschreckend hoher Zahl nicht besitzen.

 

Damit der verwaltungstechnische Andrang nach der Ersteinführung des Wahlführerscheins nicht zu hoch ist, erhält zunächst ein jeder Wahlberechtigte einen Wahlführerschein ausgestellt, welcher dann nach einem bestimmten Zeitpunkt abläuft und durch Ablage eines Grundwissenstest erneuert werden muss. Ein solcher Test kann nach Terminvereinbarung im zuständigen Einwohnermeldeamt erfolgen.