Das Geldsystem und die soziale Ungleichheit

Warum findet eine Umverteilung des Reichtums von Unten nach Oben statt, wenn man doch glauben mag dass eine Umverteilung von Oben nach Unten stattfindet, da ja die Reichen höhere Steuern zahlen müssen und die Armen Sozialgelder und Infrastruktur beziehen? Der Grund hierfür ist das im folgenden Artikel konkretisierte zinsbasierte Schuldgeld-System.


In keinem anderen Land der Eurozone ist das Geld so ungleich verteilt, wie in Deutschland. Es gibt in Deutschland 123 Milliardäre, 400.000 Millionäre und eine damit zusammenhängende Volksverschuldung in Höhe von 2,2 Billionen Euro für welche steuerfinanziert jährlich viele Milliarden Euro an Zinsen aufgebracht werden müssen. Zusammenhängend ist diese, denn Reichtum und Verschuldung hängen unmittelbar miteinander zusammen, weil im aktuellen Schuldgeld-System das Geld durch Kredite entsteht und somit die Geldmenge immer genauso hoch ist wie die Schuldenmenge. Laut einer Meldung der Deutschen Bundesbank hatten im Jahr 2016 die reichsten 10% ca. 60% des Vermögens, während die unteren 50% nur 2,5% des Vermögens besitzen. In Deutschland besitzen laut Oxfam 36 Milliardäre zusammen so viel wie die ärmere Hälfte der Bundesbürger. In Deutschland wird dank technologischem Fortschritt mit immer weniger Arbeit immer mehr produziert - die Produktivität je Erwerbstätigenstunde zwischen 1991 und 2011 ist um 35 % angestiegen - doch die Arbeitszeiten der Lohnarbeiter reduzieren sich in keinster Weise. Deutschland hat die drittmeisten Milliardäre der Welt und genau bei denen sammelt sich das deutsche Kapital während die restlichen 80% auf der Strecke bleiben.

 

"Wenn ihr weiterhin die Sklaven der Banken sein wollt und für eure eigene Versklavung bezahlen wollt, dann lasst die Banken weiterhin das Geld erschaffen und die Kredite kontrollieren!" - Sir Josiah Stamp, 1880 - 1941, ua. Direktor der Bank of England

 

Um die Hintergründe dieser Problematik verstehen zu können, muss man sich mit einigen Punkten des Geldsystems auseinander setzen. Grundsätzlich gilt zu wissen, dass beim Kauf von Waren im Schnitt ca. 40% des Produktpreises Zinskosten sind, sowie beim bezahlen von Steuern Zinsleistungen für über €2 Billionen Staatsverschuldung erbracht werden müssen. Das Zinsproblem beginnt beim Bankensystem beziehungsweise dem Kreditsystem. Bei einer Kreditvergabe egal ob an Privatperson, Unternehmen oder Staat wird von einer Bank neues Geld in Form von Guthaben auf dem Konto des Kreditnehmers aus dem Nichts erschaffen. Anschließend verlangt die Bank dann neben der Tilgung des Betrages noch zusätzlich Zinsen. Der Kreditnehmer muss dann erarbeitetes Geld inklusive Zinsen für Schuldverschreibungen, welche von der Bank nur in einem Computer erschaffen wurde an die Bank zurück zahlen. Hierbei darf die Bank das Zehnfache von dem was sie wirklich an Geld hat an Kreditnehmer verleihen. Diese Zinseinnahmen der Banken erhalten anschließend die Großkapitalanleger der Bank in Form von Renditen, also die Milliardäre und Millionäre einer Volkswirtschaft.

 

Die Folge einer Kreditvergabe ist somit eine Umverteilung von Reichtum vom Kreditnehmer zum Kapitalbesitzer - und sollte einmal einer der Kreditnehmer nicht in der Lage dazu sein diese Rückzahlung zu leisten, erhält die Bank die vorher hinterlegten Sicherheiten in Form von realen Sachwerten wie Immobilien. Aufgrund der Zinskosten in Produktpreisen sowie der Staatsverschuldung betrifft diese Umverteilung nicht nur jene welche einen Kredit aufgenommen haben, sondern alle Bürger die Produkte kaufen und Steuern bezahlen müssen.

Weil Geld durch Kredite erschaffen wird, würde eine Reduzierung der Staatsverschuldung auch zu einer Reduzierung der Geldmenge führen und eine komplette Entschuldung würde dazu führen, dass kein Geld mehr im Umlauf ist, jedoch noch die Zinsschulden. Nachdem dies erkannt wurde, dass Banker die Erlaubnis Geld durch Kreditvergabe zu erschaffen ausnutzen um sich und ihre Anteilseigner zu bereichern, wurde im 18 Jahrhundert ein Gesetz verabschiedet, in dem es nur dem Staat erlaubt war Geld zu erschaffen. Bei Entwicklung dieses Gesetzes, wurde jedoch nicht die technische Entwicklung der Digitalisierung vorhergesehen. Heute haben Banken mehr Macht über die Geldschöpfung denn je, denn sie müssen kein Geld drucken um dieses zu erschaffen. Banken können einfach wie beschrieben digitale Schuldverschreibungen in Form von Krediten anbieten. Die Renditen lassen sich dann im Produktpreis verstecken so dass der Konsument sich seiner Spende an den Großkapitalbesitzer bei einem jeden Kauf von Waren nicht bewusst wird.
 
"Rechnet man die Kapitalverzinsung aller Produktionsebenen zusammen, bestehen Produktionspreise, Steuern, Gebühren und Mieten zu durchschnittlich mindestens 30% aus Zinsen. Wessen Zinseinnahmen weniger als 30% seiner Lebenshaltungskosten betragen, ist somit ein Verlierer unseres Geld- und Zinssystems. Das sind 90% der Bevölkerung einer jeden Volkswirtschaft." - Hemut Creutz, Wirtschaftsanalytiker und Publizist
 
Offizielle Statistiken von Seiten der Behörden bezüglich dem Zinsanteil in den Produktpreisen gibt es nicht. jedoch haben Helmut Creutz und Bernd Senf beispielsweise kalkuliert, dass in den Trinkwasserkosten bereits ein Zinsanteil von 38% steckt und der Zinsanteil der Mietpreise sogar auf 77% kalkuliert werden kann. Helmut Creutz schätzt den durchschnittlichen Zinsanteil von Konsumgütern auf ca. 33%, was bedeutet dass allein durch den Einkauf eines jeden Haushalts mehr als 1/3 des Kapitals in Form eines leistungslosen Einkommens an die Banken und schließlich die Kapitalbesitzer über geht.

Ein Bauer der Getreide herstellen möchte hat Personalkosten, Materialkosten fürs Saatgut und Zinskosten weil der Traktor über die Bank finanziert werden musste. Der Bauer musste also ein Darlehen aufnehmen um das Geld für den Traktor welchen er zur Produktion benötigt zu erhalten. Da der Bauer aber nicht auf diesen Zinskosten sitzen bleiben möchte, werden diese Zinskosten zu einem Teil des Verkaufspreises für das Getreide. Anschließend verkauft der Bauer sein fertiges Getreide an einen Mühlenbetrieb. Damit das Getreide zu Mehl gemahlen werden kann, muss eine Mühle über die Bank finanziert werden. Das heißt es fallen auch hier wieder Zinsen an, welche in den Verkaufspreis für das fertige Mehl mit einfließen. Dieses Mehl wird dann anschließend von einem Bäcker gekauft. Damit der Bäcker seine Brötchen backen kann, musste dieser einen Ofen über die Bank finanzieren, also ebenfalls ein Darlehen mit Zinskosten aufnehmen. Auch diese Zinskosten erhöhen schließlich den Preis für die fertige Ware. In diesem Beispiel kumulieren sich die Zinskosten im Endverkaufspreis der Brötchen also dreimal.

 

Letztlich wurde kalkuliert, dass die Zinsen die Kosten im Preis im Schnitt um 40% erhöhen. Bei einem Einkommen von €2000 monatlich ergibt das indirekte monatliche Kosten an die Zinsnehmer - also die Großkapitalbesitzer - von €800. Bei Ausgaben einer Person für ihren Lebensunterhalt von beispielsweise monatlich €2000 ist das eine jährliche Zinsumverteilung von einer Einzelperson an die Großkapitalbesitzer von €9600. Im zweiten Fall ist es die staatliche Steuer, in der Zinskosten versteckt sind welche sich aus der Staatsverschuldung ergeben, weil der Staat das gleiche Kreditsystem nutzt wie der Unternehmer, welcher sich Geld bei einer Bank leiht.

Je höher die Staatsverschuldung, desto höher die Zinslast und desto höher ist also auch der Umverteilungsprozess von Unten nach Oben. Die Zinsen der hohen Staatsverschuldung alleine sind bereits heute nur noch mit langen Arbeitszeiten für das Volk erbringbar, obwohl sich die Arbeitszeiten aufgrund den technologischen Errungenschaften in der maschinellen Automatisierung und Digitalisierung eigentlich stark reduzieren hätten müssen. Solange die BRD als Kreditnehmer noch das Vertrauen ihrer Gläubiger hat, scheint es zunächst keinen großen Konflikt zu geben und es entsteht eine Illusion von einem funktionierenden System. Was jedoch oft übersehen wird ist, dass die steuerfinanzierten Zinszahlungen an die Inhaber von Staatsanleihen - also die Gläubiger des Staates - zu einer automatisierten Umverteilung des Reichtums führen. Jeder Bundesbürger ist mit über €26.000 verschuldet und jeder Erwerbstätige mit über €53.000. Jeder Bürger bezahlt für diese Schulden Zinsen, welche in Form von Steuern erbracht werden. Die Schulden des einen sind der Besitz des anderen und die steigende Staatsverschuldung führt somit aufgrund der Zinsumverteilung zu einem konstanten Anstieg des Reichtums der Besitzer von Staatsanleihen, also die Millionäre und Milliardäre in Deutschland und der restlichen Welt. Jeder fünfzehnte Euro aus Steuereinnahmen geht bereits an die Gläubiger des Staates - also die Großkapitalisten - und nicht an das gesamte Volk. 

 

Sowohl bei Unternehmen, welche die Zinskosten in den Produktpreis mit einfließen lassen, als auch wenn der Staat einen neuen Kredit aufnimmt ist also der Bürger der geschädigte in diesem System, da dieser letztlich für Geld welches aus dem Nichts erschaffen wurde arbeiten muss um dieses Geld inklusive Zinsen zurück zu zahlen. Das Schuldgeld-System dient also dazu die Renditen der Großkapitalisten zu erhöhen, welche durch dieses System hohe Zinseinnahmen verbuchen, ohne dafür eine Arbeitsleistung erbringen zu müssen. Die Folge dieses Kreditsystems ist eine automatisierte Umverteilung des Reichtums von den vielen Leistungsträgern der Gesellschaft zu den wenigen Kapitalbesitzern, denn die Geldvermögen des einen sind die Schulden der anderen und diese steigen jährlich. Dass die zunehmende Verschuldung - allen voran die Staatsverschuldung - die Geldmenge erhöht und somit inflationsverursachend ist, ist neben dem Zinssystem nur einer von vielen Nachteilen dieses Geldschöpfungsmonopols durch Banken. Aufgrund der Tatsache, dass Geld durch Kredite erschaffen wird und für jeden dieser Kredite Zinsen verlangt werden, ergibt sich dass es eine mathematische Unvermeidbarkeit ist, dass stehts ein Geldmangel existiert, weil aufgrund des Zinses die Verschuldung steht's höher sein muss als die Geldmenge.

Die Zinslast ist wie in der Grafik ersichtlich für die unteren 80% höher als die Zinserträge, während diese also Verlust machen, machen die oberen 20% unterm Strich hohen Gewinn ohne dafür arbeiten zu müssen. Die Grafik zeigt auch, dass die wirtschaftlich schwächeren in der Ertrags- Belastungsrelation am stärksten getroffen werden. Dies macht deutlich wie die automatisierte Umverteilung des Reichtums auf Basis des Zinssystems funktioniert. Nicht berücksichtig in der Grafik ist die Tatsache dass viele Haushalte der Unterschicht verschuldet sind und somit anstelle eines Zinsertrages sogar noch zusätzliche Zinsleistungen zur Rückzahlung von Krediten aufbringen müssen sowie die Tatsache dass Großkapitalbesitzer bessere Zinssätze erhalten als kleinere Kapitalbesitzer.

 

"Die Freude über die Zinserträge aus Geldanlagen (die ihnen in die eine Tasche fließen) würde für die meisten Geldanleger sehr schnell getrübt, wenn sie sich der unsichtbaren und größeren Zinslasten bewußt würden, die ihnen mit jedem Kauf von Konsumgütern wieder herausfließen." - Bernd Senf

 

Weil die jährlich neu zufließenden Zinserträge wieder neu in das Zinssystem eingebracht (thesauriert) werden erhöht sich auch der im Preis versteckte Zinsertrag für die oberen 80% jährlich. Rechnet man nun noch die steuerfinanzierten Zinsrückzahlungen aufgrund von Staatsverschuldung mit ein, bedeutet das, dass ein Arbeiter über die Hälfte seiner Arbeitszeit für Zinsleistungen an Kreditgeber arbeitet, selbst wenn er nie einen Kredit aufgenommen hat. Um die wachsenden zinssystembedingten Kapitalzuflüsse an die Kapitalbesitzer aufrecht erhalten zu können ist es für das arbeitende Volk notwendig jedes Jahr mehr Wirtschaftswachstum zu generieren.

 

Doch warum gibt es eigentlich Staatsverschuldung wenn sie doch so schädlich ist?

 

Mit staatlichen Kreditaufnahmen lassen sich langfristig Investitionen finanzieren, mit dem Ziel diese Kosten auf die nachfolgende Generation, welche ebenfalls von dieses Investitionen profitieren wird zu verteilen und somit dazu verpflichtet die Rückzahlung dieser Verschuldung einschließlich Zinsen an die Kapitalgeber, also die Käufer der Bundesschatzbriefe, zu leisten. Wenn die nachfolgende Generation jedoch nicht in der Lage dazu ist die hohen Summen der Verschuldung inklusive Zinsen abzuleisten, wäre die logische Folgerung eine Reduzierung der Staatsausgaben, bis der Staatshaushalt wieder ausgeglichener ist und der Staat nicht mehr über seine Verhältnisse wirtschaftet. Eine solche Sparpolitik führt jedoch zu ungewollten politischen Konflikten und wirtschaftlichen Krisen, welche die Wiederwahl gefährden können. Aus diesem Grund entschließen Politiker sich oftmals dazu anstelle die Ausgaben dem Staatshaushalt anzupassen, das Problem vor sich her zu schieben und neue Kredite aufzunehmen, mit denen die alten Kredite bezahlt werden können. Dies führt dazu, dass sich die Staatsverschuldung des Landes zunehmend erhöht. Besonders am Fall Griechenland wurde das deutlich, da der Euro es der griechischen Regierung erlaubt hat wesentlich mehr zu miswirtschaften und dies durch Erhöhung der Verschuldung auzugleichen. Das heißt dass es häufig vorkommt dass der Staat für die Zahlung der Zinsen wieder neue Schulden bei den Gläubigern aufnehmen muss, was die Verschuldung wieder weiter erhöht und somit auch die Zinsausgaben des Staates. Der Staat ist somit in einer Verschuldungsspirale gefangen aus der er keinen Ausweg mehr findet. Als Antwort auf dieses Dilemma erscheint der Regierung dieser Verschuldung mit mehr Wirtschaftswachstum entgegen zu wirken um die Steuereinnahmen zu erhöhen. Reicht dies nicht aus bleibt nur die Neuverschuldung. Dies ist jedoch nicht auf ewig möglich weil die steigende Verschuldung die Kreditwürdigkeit reduziert bis letztlich zu dem Punkt an dem keiner dem Staat mehr Geld leiht und dieser dann letztlich pleite ist. Nur ein geringer Anstieg des Marktzinses würde diesen unaufhaltsamen Prozess stark beschleunigen. Bereits eine Erhöhung um 1% würde die Zinskosten um €20 Milliarden erhöhen. Es ist also nicht schwer zu erkennen dass die Staatspleite langfristig unvermeidbar ist, selbst wenn das Volk es jedes Jahr aufs Neue schafft produktiver zu sein als im Vorjahr denn letztlich hat ein Tag nur 24 Stunden.

 

"Over the 30 years since August 1983, bank deposits have grown from £158bn to £2,069bn, a thirteen-fold increase. Therefore, loan creation by banks over that period has been taking place at a considerably greater rate than loan repayments." - Buch: Positive Money, Banking-Finance-Inequality

 

Da diese Großkapitalisten gar nicht in der Lage dazu sind die hohen Einnahmen für den eigenen Konsum auszugeben sammelt sich dieses Geld zunehmend in der Finanzwirtschaft und es bilden sich Spekulationsblasen welche zu Wirtschaftskrisen führen. Hierbei steht der Sektor der Realwirtschaft, dem Sektor der Finanzwirtschaft gegenüber. Aufgrund der Tatsache, dass durch Zinssystem und Finanzmärkte der Realwirtschaft immer mehr Geld entzogen wird, muss diese um nicht aufgrund von Geldknappheit in eine Wirtschaftskrise zu geraten durch Wachstum mehr Liquidität erzielen um den Geldenzug zumindest ansatzweise auszugleichen. Ohne dieses Wachstum würde die Realwirtschaft schlichtweg austrocknen, während sich der Finanzsektor trotzdem immer weiter aufbläht und sprichwörtliche Investitionsblasen bildet. Dies erklärt die hohen Gehälter von Hedgefond Managern, Investmentbankern, Aktienanalysten, ..etc während gleichzeitig das Geld mehr und mehr in der Realwirtschaft fehlt und die Armut bei den unteren 80% der Bevölkerung ansteigt.

 

Es wurde also durch die Staatsverschuldung ein Problem erschaffen welches durch jede neue SPD oder CDU Regierung verschlimmert wurde, weil das Problem einfach auf die nachfolgende Regierung übertragen wurde, während auch diese weiter Schulden machte. Klägliche Versuche dies zu stoppen wie die Maastricht Grenze welche 1996 in Dublin vereinbart wurde mussten in diesem System scheitern, denn mit weniger Verschuldung ist auch weniger Geld im Umlauf und es entstehen Finanzkrisen weil die Zinsen aufgrund von Geldmangel nicht bedient werden können. Das Problem hierbei ist die fehlende Verantwortbarkeit und die damit verbundene Kurzsichtigkeit und Inkompetenz in der amtierenden Politik die Kernprobleme des existierenden Systems zu erkennen und ein neues Geldsystem zu fordern. Sie erkennen oftmals nicht dass endloses Wirtschaftswachstum nicht die Lösung des Problems ist sondern nur eine sehr teure Herauszögerung darstellt und glauben dass ihr Ziel Wirtschaftswachstum auch heute noch dem Gemeinwohl dienen würde.

 

Heute ist aufgrund dessen an eine Rückzahlung der Schulden gar nicht mehr zu denken und die amtierende Politik versucht stattdessen zu einem immer höher werdenden Preis auf Kosten und Gesundheit der Bürger Zeit zu erkaufen. Dieser seit der Industrialisierung errichtete Druck auf die Wirtschaft jedes Jahr mehr Umsatz zu generieren um eine Insolvenz zu vermeiden war einst ein höchst effektiver Wachstumsmotor für die Wirtschaft und hat somit eine gute Produktivitätssteigerung erschaffen. Heute haben wir jedoch ein Level erreicht, in dem die anfänglichen positiven Auswirkung dieses endlosen Wachstumsszwangs ins Negative umschlägt. Der Schuldgeld-Kapitalismus hat seinen Nutzen überlebt. Bereits heute haben die wachstumspolitischen Maßnahmen welches den Zusammenbruch des Schuldgeld-Systems weiter hinauszögert und auf ungleicher Reichtumsverteilung basiert dramatische Folgen für die Lebensqualität der Bevölkerung.