IWF und Weltbank schaden den Entwicklungsländern

Die Prinzipien und Folgen des Geldsystems der Geldschöpfung durch Kreditvergabe sind nicht nur national bei einem Individuum, sondern auch international zwischen ganzen Völkern anwendbar und werden durch Institutionen wie Internationaler Währungsfond und Weltbank durchgesetzt.

There are two ways to conquer and enslave a nation. One is by the sword. The other is by debt. - John Adams (1735-1826)

Sowohl IWF als auch Weltbank sind Musterbeispiele für statistische, abwärtsstrukturierte Wirtschaftsplanung die außer Kontrolle geraten ist. Beide Institutionen zeigen nicht nur das Versagen von zentraler Planung und geleiteter Entwicklung, sondern auch wie einfach vielseitige Institutionen von ihrem anfänglich gutem Kurs der Hilfe für arme Ländern abgebracht werden können um letztlich nur den Finanzinteressen von Washington, City of London, Frankfurt und Wall Street zu dienen.

Nachdem den ärmsten Ländern der Welt für Jahrzehnte Ratschläge, Darlehen und Subventionen bereit gestellt werden, zeigt sich dass all diese Anstrengungen nicht dazu geführt haben, dass sich die Lebensstandards und die Wirtschaftsaussichten dieser Nationen welche Entwicklungshilfe von Seiten des IWF und der Weltbank beansprucht haben verbesserten.

 

Anstelle mit Wachstum hat die so genannte dritte Welt Erfahrungen mit sozialer Isolierung, wirtschaftlich relativer Stagnation, Schuldenkrisen, Kreditabhängigkeit und in einigen Regionen sogar Rückgang in der agrarwirtschaftlichen Produktion sowie Volkseinkommen bzw. Bruttoinlandsprodukt gemacht - selbst wenn der Augenmerk nur auf den erklärten Aufgaben und politischen Zielen von IWF und Weltbank liegt, sind beide also kläglich an diesen Zielen gescheitert.

Beide Institutionen haben seit Anfang der 50er Jahre hunderte Milliarden US-Dollar an Entwicklungsländer verliehen; diese Währungsdarlehen haben tatsächlich aber den kreditnehmenden Ländern in der dritten Welt nur geschadet und die Voraussetzung für wirtschaftliche Verbesserung reduziert.

Anstelle den Handel und ein konstantes Wirtschaftswachstum zu fördern, ermutigen IWF und Weltbank stattdessen verschwenderische Staatsausgaben und politische Korruption, Spekulation und törichtes Verhalten auf globaler Ebene. Darlehen wie von diesen und andere multilateralen Institutionen haben die Bürger der Kreditnehmerländer in großen finanziellen Schulden zurück gelassen und als Folge daraus ihre wirtschaftliche Zukunft zerstört. Was sind die fundamentalen Ziele der Weltbank, welche diese Art von Wirtschaft den so genannten 'Entwicklungsländern' aufzwingt? Wie definiert die Weltbank gesellschaftliche Gesundheit? Ca. 10 Millionen Hungertote jährlich zeigen auf, warum die Weltbank so schädlich ist. Die utopische Illusion der 'nachhaltigen Entwicklungshilfe, einst aufgetreten als die primäre Rolle der multilateralen Behörden, - ein Konzept, das nur in den Köpfen der liberalen Wirtschaftler und Bürokraten existiert - wurde ersetzt durch einen anhaltenden Einsatz den Konkurs der größten Schuldennationen herauszuzögern. Eingerichtet um ein festes Wechselskurssystem zu überwachen, was seit langem nicht mehr existiert, ist der IWF eine Government-to-Government Wohlfahrtsorganisation geworden, die den Reichtum in ihre eigene Richtung lenkt und gleichzeitig daran scheitert Marktreformen zu begünstigen.

Anstelle Nationen dabei zu helfen Reichtum und Wohlstand aufzubauen, fördern IWF und Weltbank die Korruption von brutalen herrschenden Eliten in Entwicklungsländern. In vielen Fällen sind multilaterale Institutionen dafür zuständig Kredite an Länder, die mit der amerikanischen Industrie im Wettbewerb stehen und oft konträr gehen mit amerikanischen geopolitischen Interessen zu vergeben. Doch wie ist die Vorgehensweise dieser destruktiven kreditbasierten Geopolitik? Üblich ist, dass der IWF und die Weltbank Währungsdarlehen vergeben, welche für eine Art von 'Projekt' ausgeschrieben werden, tatsächlich aber destruktiver weise benutzt werden um den Import von Konsumgütern oder die Pension von korrupten Regierungsmitarbeitern zu finanzieren. Sobald die Finanzmittel aufgebraucht sind, verbleibt nur noch die regionale Wirtschaft, welche die Last der Auslandsschuld tragen muss.

 

Desweiteren spielt die Erweiterung der Finanzhilfen durch multilaterale Organisationen in Ländern wie Russland, Argentinien und Mexico hauptsächlich eine politische, als eine wirtschaftliche Rolle. Kredite durch IWF und Weltbank unterstützen verschwenderische Regierungen und schützen ihre Kunden anschließend vor dem Zorn der leidtragenden Bürger. Glaubt wirklich irgendjemand dass sowohl Ernesto Zedillo in Mexico oder auch Carlos Menem in Argentinien eine so lange Zeit im Amt gewesen wären, wenn diese nicht unter teilweisen Schutz des IWF gestehen hätten? Genauso aber wie Demokratie ein notwendiger Bestandteil des freien Marktes ist, genauso ist es wichtig dass ein schlecht wirtschaftender Staat in dem die Regierung eine schlechte Wirtschaftspolitik betreibt bankrott gehen muss. Wenn dies nicht der Fall ist, kann eine verschwenderisch handelnde Regierung nicht zur Rechenschaft gezogen werden und es existiert aus dieser Folge heraus keine Regierung mehr die im nachhaltigen Interesse ihres Volkes entscheidet.

Die gewöhnliche Tätigkeit des IWF und der Weltbank neue Kredite an schlecht wirtschaftende, verschuldete Länder zu vergeben erschafft eine verantwortungslose und destruktive Wirtschaftspolitik, weil der normale Anreiz für Investoren die Regierung zu 'beaufsichtigen' ausgeschaltet wird. Diese falschen Anreize beeinträchtigen die Kreditqualität und die Steuerzahler der Industrienationen - die ultimativen Bürgen - müssen im Notfall dafür gerade stehen. Kredite der Weltbank sind keine wirklichen Darlehen, sondern eine spezielle Form von Auslandshilfe, welche auf privater Verschuldung basiert. Die Banken, welche in Kapital ausgezahlt werden erhalten nur einen kleinen Teil der gesamten Kreditmenge und garantieren normalerweise höchstens ca. 10 Prozent der Gesamtbestände, während der Rest durch private Verbindlichkeiten in US-Dollar und anderen Währungen abgewickelt werden. Die Bilanzsituation verschlechtert sich zunehmend, während Mitgliedsstaaten der Weltbank gezwungen werden neues Kapital einzuzahlen und die Verantwortung für viel größere Kapitalzuschüsse in Zukunft zu übernehmen um die existierenden Kreditforderungen nicht abschreiben zu müssen.

 

Nur wenn die Weltbank weiter Kredite und Garantien (welche unwirtschaftliches Handeln unterstützten) erschafft, werden ihre Klienten die Zinszahlungen weiter leisten können. Dies ist ein destruktiver Teufelskreis in dem die Weltbank gefangener ihrer Klienten und umgekehrt ist. Das vielleicht beste Beispiel für die fehlerhafte, autoritäre, neoliberale Weltansichten, welche durch IWF und Weltbank repräsentiert werden sind die Erfahrungen in Mexico. Im Zusammenhang mit den außergewöhnlich hohen Darlehen beider Institutionen aufgrund des Zusammenbruchs des Peso im Dezember 1994, wurde Mexico der größte Kreditnehmer beider Institutionen und mit einer Gesamtauslandsschuld, sowohl öffentlich als auch privat, welche die 170 Billionen US-Dollarmarke Ende 1995 erreichte. Mit einem Netto Handelsplus von 2-3$ Billionen, würde Mexico 25-30$ Billionen an Darlehen nur für die Zinsrückzahlungen, welche sich im Bereich von 15-20% befinden und somit unter den höchsten der Welt sind) aufnehmen müssen. Es ist offensichtlich, dass für Mexico aufgrund dessen kein Kapital mehr für die Finanzierung der eigenen Industrie und Sozialausgaben verbleibt

Was hat Mexico von den Billonendarlehen durch den IWF und die Weltbank wirklich genützt? Welche Einkommenssteigernden Posten oder welche neuen Industrien wurden aufgebaut? Woher kommt das US-Dollar Einkommen, welches notwendig ist um die hohen Darlehen inklusive Zinsen zurückzuzahlen? Die traurige Antwort ist, dass diese Darlehen keinerlei produktive Bestände, Fabriken oder andere Einkommensquellen erschaffen haben, durch die auch nur ansatzweise eine Rückzahlung der Darlehen möglich wäre. Die US-Dollar Einkünfte aus den Darlehen waren bereits seit langem weg und alles was verblieb waren einige wenige minderwertige öffentliche Infrastrukturprojekte und Berge an Verschuldung.

 

Ein Bericht von 1994 durch die Banken legt offen, dass mehr als 1/3 aller Projekte dort nie fertiggestellt wurden und dass das Armutslevel sowie die wirtschaftliche Situation seit dem Beginn der Kreditvergabe durch die Weltbank vor einem halben Jahrhundert sogar verschlechtert hat. Hat dieses Geld den meisten Mexikanern geholfen? Ganz sicher nicht. Die Kredite wurden genutzt um sich in den ausländischen Markt einzumischen und um Staatsanleihen zu kaufen. Das Ergebnis davon ist, dass Mexicos Schulden sich vergrößert haben, während ausländische Anleihenbesitzer vor einigen Verlusten geschont wurden. Mexikos Schuldensituation ist so ernst, dass Citicorp Chairman John Reed einer Audienz in Mexico City im August mitteilte dass das Land vermutlich gezwungen werden wird neue Restrukturierungsgespräche bezogen auf ihre Auslandsschuld aufzunehmen. Während diese Projekte Flüsse trocken legen, Waldgebiete abroden oder Seen verschmutzen profitiert neben den US Konzernen und den korrupten Regierungsmitgliedern nur eine kleine Oberschicht an der Umsetzung dieser Baumaßnahmen. Während diese Großbauprojekte also Profit für die US Industrie erbringen, müssen die Steuerzahler der verschuldeten Staaten jährlich erhebliche Zinsaufwendungen an die Weltbank leisten. Dies lässt schließlich keinen finanziellen Spielraum mehr für Bildung oder Gesundheitswesen und das Volk verarmt zunehmend.

 

Beispiel Ecuador: In den 60er veranlasste die Weltbank hohe Kreditzahlungen an Eucador. Von 1960 bis 1998 stieg die Armut um 20% an und die Arbeitslosigkeit um 55%. Staatsverschuldung stieg von 240 Millionen auf 16 Billionen und der Ressourcenbesitz der Armen reduzierte sich um 14%. Im Jahr 2000 musste 50% des Budgets der ecuadorischen Regierung für die Rückzahlung von Krediten und dessen Zinsen aufgebracht werden.