Links & Rechts


"Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das Gesagte nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht stimmt, dann stimmen die Werke nicht. Gedeihen die Werke nicht, so verderben Sitten und Künste. Darum achte man darauf, daß die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allem." - Konfuzius

Die politische Frage nach Links und Rechts ist zunächst die Frage nach Weltoffenheit oder Protektionismus. Weitere Ideologien (beispielsweise sozialstaatlich, wirtschaftsliberal, militaristisch, pazifistisch, demokratisch, totalitär, autokratisch) können mit ‚Links‚ oder ‚Rechts‚ kombiniert werden. Da meistens aus dem linken Spektrum eine Kombination mit ‚Sozial‘ (z.B. Sozialismus, Kommunismus) erfolgt setzen viele fälschlicherweise ‚Links‘ und ‚Sozial‘ gleich, was zu Widersprüchen führen kann, da es auch einen Nationalen Sozialismus gibt, wie in Venezuela, Kuba, Vietnam, China oder früher im Dritten Reich oder der DDR. Diese sind ganz sicher nicht 'Links', also weltoffen sondern klar protektionistisch und darum nicht dem linken Spektrum zuzuordnen.

 

Wichtige Randnotiz: In den USA/GB hingegen ist die Bedeutung von Links und Rechts anders. ‚Leftwing‘ sind in den angelsächsischen Ländern die, welche mehr Staatseinfluss fordern und ‚Rightwing‘ sind die welche weniger Staatseinfluss fordern. Beispielsweise was in Deutschland ‚Links‘ ist bezeichnen die Angelsachsen als ‚liberal‘. Hierdurch entsteht viel Verwirrung insbesondere bei der Übersetzung von englischen Aussagen ins Deutsche, da die Übersetzer meistens diese Unterschiede nicht kennen und glauben sie könnten die Begriffe 1zu1 übernehmen. Im Deutschen ergibt sich die Definition aus der Logik des lateinischen Ursprungs. Im Englischen wird die Definition eher willkürlich ausgewählt.

 

Zusätzlich sind die Begriffe ‚Links‚ und ‚Rechts‚ wie bei ‚Warm‚ und ‚Kalt‚ abhängig von der Perspektive des Betrachters, welcher in seiner Wahrnehmung stets nur ein perspektivisches Sehen besitzt. Der subjektive Bezug zum jeweiligen Begriff ergibt sich aus der eigenen Position: Für einen Linksextremen beispielsweise erscheint ein Rechter als rechtsextrem und für einen Rechtsextremen erscheint ein Rechter als links. Auch ist es abhängig vom aktuellen Zeitgeist. Was früher als Links galt, kann heute schon als Rechts gelten, wenn die Gesellschaft über die Jahre nach Links gesprungen ist. Das Gleiche ist zu beachten wenn Journalisten diese Begriffe verwenden.

 

Sozial

 

Die Soziale Ideologie fordert mehr Eingriff durch den Staat in die Wirtschaft und das Leben der Bürger, von Sozialer Marktwirtschaft bis möglicherweise hin zum Sozialismus oder sogar Kommunismus. Sozial ist im Kontext einer politischen Strömung ein wirtschaftlicher Begriff, er legt fest dass für eine Marktwirtschaft relativer Erwerbsgleichheit (Stichwort ‚Soziale Gerechtigkeit‘) eine gewisse staatliche Autorität unerlässlich ist.

 

 

Je ausgeprägter eine soziale Strömung, desto stärker der staatliche Eingriff in die Marktwirtschaft und das Leben der Bürger. Sowohl Linke als auch Rechte Strömungen können einen Sozialstaat oder sozialistischen Staat (Sozialismus) ausrufen. Als sozialextremistische Form ist der Kommunismus zu nennen, da bei diesem der staatliche Eingriff in die Marktwirtschaft ein Maximum erreicht. Die gemäßigteste Form der sozialen Ideologie ist die Soziale Marktwirtschaft, welche eine Kombination aus Sozialwirtschaft und Marktwirtschaft ist und von vielen als das ideale Mittelmaß zwischen ‚Sozial‘ und ‚Liberal‘ empfohlen wird.

 

Liberal

 

Liberal ist die Freiheit der Bürger, sowohl im wirtschaftlichen als auch im gesellschaftlichen Kontext. Es bedeutet weniger Eingriff des Staates auf die Wirtschaft und das Leben der Bürger. Die Extremform der Liberalen sind die Libertären – diese halten jederlei staatlichen Eingriff auf die Wirtschaft grundsätzlich für destruktiv. Libertäre sind aber nicht zwingend gegen die Existenz eines Staates wie es die Anarchisten sind.

 

Patriotismus

 

Der Begriff Patriotismus wird besonders in Deutschland vielfach missverstanden. Patriotismus bedeutet Heimatliebe und Verbundenheit zur eigenen Nation. Patriotismus kennt keine Hautfarbe, sondern legt den Fokus auf die Staatsangehörigkeit. Eine patriotische Weltanschauung hat nichts mit Faschismus oder Rassismus zu tun, wie von politischen Gegnern der Patrioten gerne propagiert wird.

 

Nationalismus

 

Nationalismus ist die Ideologie der eigenen Nation zuerst. Es bedeutet nicht andere Nationen zu hassen, aber durchaus die eigene Nation über andere zu stellen. Ein Beispiel für Nationalismus ist Donald Trump mit seiner Doktrin: „Amerika first“. Siehe hierzu auch Was ist eigentlich ein Nationalist?

 

Ethno-Nationalismus

 

Es ist wichtig Nationalismus und Ethno-Nationalismus zu unterscheiden, wenn es sind unterschiedliche Weltanschauungen. Ethno-Nationalismus ist die Ideologie, wie sie beispielsweise im Dritten Reich unter dem Hitlerismus geführt wurde. Ein Ethno-Nationalist möchte eine ethnisch-reine Nation.

 

Internationalismus

 

Der Internationalismus ist die vorherrschende Ideologie der BRD des 21. Jahrhunderts. Er äußert sich in Freihandelsabkommen, Europäische Grenzöffnung und Abgabe von Souveräntität nach Brüssel. Auch Bündnisse wie UN, NATO und BRICS sind internationalistische Abkommen. Aus ideologischer Perspektive bedeutet Internationalismus dem Wohl der Staatengemeinschaft die gleiche Wichtigkeit zu geben wie dem eigenen Staat. Internationalisten handeln primär im Interesse aller Staaten, selbst wenn das bedeutet dass der eigene Staat hierdurch benachteiligt wird.

 

Globalismus

 

Der Globalismus kennt keine Staaten, er denkt nur auf globaler Ebene im Sinne einer One World Ideologie. Ein Globalist kennt kein Heimatgefühl sondern sieht sich als Weltbürger. Die meisten Globalisten sind gleichzeitig auch Anarchisten oder ‚One-World Kommunisten‘.

 

Kapitalismus

 

Kapitalismus existiert überall, wo sich die Finanzwirtschaft von der Realwirtschaft abhebt. Kapitalismus und Freie Marktwirtschaft sind nicht das Gleiche, aber in einer komplett freien Marktwirtschaft (Libertarismus und Anarchismus) existiert zwangsweise ein extremer Kapitalismus welcher durch den Liberalismus gefördert wird.

 

Sozialismus

 

Sozialismus kann auf betriebswirtschaftlicher Ebene zum einen bedeuten, dass die Arbeiter die Kontrolle über die Unternehmensführung haben. Das bedeutet, dass ein sozialistisch geführtes Unternehmen keinen Profit macht, sondern das Wirtschaftsergebnis auf die Mitarbeiter aufgeteilt wird.

 

Desweiteren bedeutet Sozialismus auf staatlicher Ebene, dass der Staat erhebliche Kontrolle über die Marktwirtschaft und das Leben der Bürger hat. Ein einfaches Beispiel für ein sozialistisches Gesetz ist der Mindestlohn. Ein Staat, welcher ein Mindestlohngesetz hat ist aber nicht dann automatisch ein sozialistischer Staat, sondern dies ist abhängig vom Gesamteinfluss des Staates auf die Wirtschaft.

 

Darum kann es keine allgemeingültige Sozialismus-Definition geben, weil es subjektiv ist, ab wann die Grenze zu einem per Definition sozialistischen Staat überschritten ist.

 

Libertarismus

 

Während es im Anarchismus im Allgemeinen keinen Staat gibt, so ist es im Libertarismus so, dass der Staat durchaus mit beispielsweise Polizeiwesen und Staatsgrenzen existiert, um eine gesellschaftliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Der Staat hat aber keine Hoheit über den Markt. Der Libertarismus ist darum nicht das Gleiche wie der Anarchismus.

 

Anarchismus

 

Während der Libertarismus auch von Nationalen vertreten werden kann, weil er nicht zwingend die Auflösung von Staatsgrenzen fordert ist der Anarchismus logischerweise stets globalistisch und somit auch eine linksextreme Ideologie, denn ohne die Existenz eines Staates existieren auch keine Grenzen.

 

Faschismus

 

Faschismus ist mehr eine Taktik, als eine Ideologie. Faschismus ist die gezielte Unterdrückung der Meinungsfreiheit zur Errichtung einer Diktatur. Sowohl rechte als auch linke Strömungen können totalitär und damit faschistisch sein. Faschismus bedeutet auf staatlicher Ebene die Kooperation zwischen staatlichen Institutionen und privaten Unternehmen zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit. Bekannte deutsche Beispiele für staatlichen Faschismus sind das Dritte Reich und die DDR doch selbst die BRD ist nicht komplett frei von faschistischen Gesetzen, diese halten sich im Vergleich zu den vorgenannten jedoch in Grenzen. Grundsätzlich handelt jeder der direkte oder indirekte Gewalt gegen Meinungen einsetzt faschistisch.

 

Individualismus

 

Der Individualismus ist besondern in den USA sehr stark ausgeprägt und wird dort als ‚liberalism‘ bezeichnet. Hierbei geht es um die individuelle Freiheit eines Menschen bis hin zur Abkopplung vom Kollektiv. Bei Individualisten (Bezeichnung in den USA: „liberals“) gibt es keine Volksgemeinschaft und damit auch keine gesellschaftlichen Standards, denen entsprochen werden muss. Logischerweise befinden sich besonders unter den Anarchisten sehr viele Individualisten.

 

Kollektivismus

 

Der Gedanke im Kollektivismus ist der Gemeinschaftsgedanke. Das Individuum ist Teil eines Kollektivs und hat sich diesem unterzuordnen und zum Wohle der Volksgemeinschaft zu handeln. Individuelle Freiheiten können dadurch im Sinne des Kollektivs eingeschränkt sein. Die aktuelle Zunahme des Individualismus in den USA hat zu einer konservativen Gegenbewegung mit zahlreichen Konflikten in den Straßen (Antifa vs Patrioten) geführt, welche die Volksgemeinschaft erhalten will. Populist Der Begriff ‚Populist‘ befindet sich im Wandel des Zeitgeistes. Die ursprüngliche Definition von Populismus war, dass sich ein Populist einfacher Antworten auf komplizierte Themen bedient, um die Wähler auf seine Seite zu ziehen. Diese Definition des Begriffes hat sich jedoch verändert, nachdem die politisch-mediale Klasse jeden als Populisten bezeichnet haben, der den Sorgern der Bürger zuhört und auf sie eingeht. Hieraus ist ein Kampf zwischen Elitismus und Populismus entflammt der den Begriff Populismus strukturell verändert hat. Dieses Phänomen ist bereits weltweit zu sehen in dem populistische Kräfte durch ihren Einfluss versuchen dem elitistischen Establishment seine Macht zu nehmen. Die bekanntesten Beispiele hierfür sind der #Brexit und die Wahl von Donald J. Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Elitismus Bei den Eliten handelt es sich um die politisch-mediale Klasse, welche oft auch als Establishment bezeichnet wird. Sie sind abgehoben vom Volk und leben in ihrer eigenen Filterblase. Das wichtigste Werkzeug der Elitisten sind Konzernmedien und die Repräsentative Demokratie.