Ökologische Zerstörung

"The average american meal travels 1500 miles before it get's eaten" - Peter Joseph on the David Pakman Show (2017)

 

Wir haben eine verschwenderische Abnutzung ökologischer Ressourcen wie Wälder, Wasser und Landschaften wie nie zuvor in der Geschichte des Planeten. Die Verunreinigungen der Flüsse, über Luftverschmutzung bis zu Katastrophen wie Tschernobyl und Fukushima sind nur die offensichtlichsten Folgen. Dramatisch sind nicht nur die regelmäßigen Unfälle welche zu sofortigen ökologischen Katastrophen führen und medial verbreitet werden, sondern auch die schleichende Verschmutzung und Ausbeutung welche nicht sofort ersichtlich ist und höchstens in einigen vereinzelten wissenschaftlichen Vorträgen erläutert werden. Diese schleichende Verschmutzung der letzten Jahrzehnte ist nunmehr für die Gegenwart offensichtlich geworden.

Aufgrund dem Druck nach mehr Umsatz und geringeren Kosten, dem das kapitalistische Wirtschaftssystem zu Grunde liegt, werden immer wieder Flüsse und Meere durch Industrieabfälle verschmutzt. In den Weltmeeren schwimmten im Jahr 2017 allein über 140 Millionen Tonnen Plastik. Die Folgen für das Fischreich und die Menschen welche sich von Fisch ernähren sind kaum auszudenken. Auch werden um der Ressourcenknappheit bei zu kommen schon bereits heute Vorgänge wie 'hydraulic fracturing' angewendet, welche langfristige Schäden für die Grundwasserversorgung haben.

 

Die Atomenergiegewinnung ist hierbei auch keine nachhaltige Alternative zur fossilen Energiegewinnung, denn auch hier hat sich gezeigt, dass der Preis dieser Energiegewinnungsform zu hoch ist. Globalauswirkende Katastrophen wie Tschernobyl oder Fukushima sind hier nur die Spitze des Eisbergs, welche für einen Atomausstieg sprechen. Auch heute ist die Frage der Endlagerung des Atommülls und des radioaktiven Wassers nicht nachhaltig geklärt. Nicht zu vergessen dass die Urananreicherung weder ohne Folgen ist noch dass Uran in unendlicher Menge existiert. Nicht nur drohen einige der Bergbauschächte in denen dieser radioaktive Müll gelagert wird einzustürzen, auch wurde auf unverantwortlichste Weise durch Regierungen über mehrere Jahre radioaktiver Müll in der Ostsee versenkt. Desweiteren ist nicht bekannt welche langfristigen Folgen die Radioaktiven Abgase von Atomkraftwerken auf die Bevölkerung haben, welche in der Nähe von Atomkraftwerken angesiedelt ist. Die Krebsraten steigen jedenfalls erwiesenermaßen.

Das immer extremer werdende Konsumverhalten verringert nicht nur die schwindenden auf der Erde existierenden Ressourcen für nachfolgende Generationen, sondern führt auch zu erheblichen ökologischen Folgen von Umweltverschmutzung, über Abrodung der Regenwälder bis hin zu globalem Artensterben. In den letzten 500 Millionen Jahren wurde das Leben auf der Erde fünfmal beinahe komplett ausgelöscht. Verantwortlich hierfür waren Vulkane, Eiszeiten und Meteoriten. Heute sprechen Wissenschaftler aus diesem Grunde vom sechsten großen Massensterben der Arten. Verantwortlich dafür ist diesmal jedoch niemand geringeres als der Mensch. Laut einer Studie von Science Advance könnte die Aussterberate heute ca. 100x höher sein als normal. Die Erde hat hierdurch in den letzten Jahrzehnten beinahe die Hälfte ihrer Wildtiere verloren, denn die Artenvielfalt auf der Erde ist zwischen 1970 und 2000 um ca. 40% gesunken. Dreiviertel der Arten des Planeten können innerhalb weniger hundert Jahre aussterben oder ausgestorben sein.

Dramatisch sind nicht nur ökologischen Katastrophen wie im Jahr 2010 im Golf von Mexico, oder gezielte Verbrechen gegen den Planeten wie die Versenkung von 67 Tonnen Nervengas nahe der Lebensarterie des Ozeans, dem Golfstrom des Atlantischen Ozeans, sondern auch die schleichende Umweltverschmutzung und Ausbeutung welche nicht sofort ersichtlich ist und höchstens in vereinzelten wissenschaftlichen Vorträgen erläutert werden.

In Regenwäldern lebt 3/4 der Artenvielfalt des Planeten. In den letzten 40 Jahren wurden 30% des weltgrößte Regenwaldes, dem Amazonas zerstört. Der Regenwald musste den Sojabohnen Farmen Platz machen, welche zu 95% zur Tierzucht für die Fleischproduktion verwendet werden. Vor knapp 30 Jahren war Borneo, die viertgrößte Insel der Welt, von einem großen Regenwald bedeckt, heute ist der Regenwald aufgrund von Palmöl und Eukalypus Plantagen in Gefahr komplett ausgerottet zu werden. Satellitenbilder zeigen, dass bereits 80% des Regenwaldes zerstört wurden. Hunderte von Spezies sind laut WWF in Borneo in Gefahr ausgerottet zu werden. Jedes Jahr werden weltweit 13 Millionen Hektar Wald zerstört. 1 von 4 Säugetiere, 1 von 8 Vögeln und 1 von 3 Amphibien sind in Gefahr der Ausrottung. Das globale Artensterben ist 1000fach höher als normal. 3/4 aller Fischbestände sind aufgebraucht oder in Gefahr.

Umweltfreundliche Technologien werden auf Kosten der heutigen und nachkommenden Generationen ausgebremst, weil diese nicht so energieproduktiv sind wie die Nutzung fossiler Rohstoffe um den dem Wachstum zugrunde liegenden ansteigenden Energiebedarf zu decken. Und selbst energieproduktiverere Technologien wie Vertical Farming werden nicht ausreichend gefördert, weil die Ausbeutung der Landschaften wesentlich kostengünstiger ist. Die Natur blutet für den Profit. Zahlreiche Organisationen die dies erkannt haben, versuchen an konsumerische sowie unternehmerische Moral zu appelieren, ohne zu wissen dass dies wirkungslos ist in einem System welches ökologisch destruktive Verhaltensweise belohnt. Mit Sonnenenergie beispielsweise lässt sich nur wenig bis garkein Profit machen weil Sonnenenergie kein knappes Gut ist und der Profit in einer Marktwirtschaft aber durch die Knappheit belebt wird. Erdöl ist jedoch perfekt für die Gesetze der Marktwirtschaft, denn es wird immer knapper. Da Erdöl aber nichts anderes ist als eine flüssige Energieform ist es nicht auszuschließen dass diese stark erhöhte Freisetzung von Energie in unsere Atmosphäre Auswirkungen auf das Klimasystem der Erde hat. Die WHO warnt bereits heute schon vor gesundheitlichen Schäden in vielen Großstädten durch Smog und empfiehlt das Tragen von Atemmasken. Die langfristigen gesundheitlichen Schäden für die Bevölkerung sind hierbei kaum kalkulierbar genauso wie die Auswirkungen eines möglichen Klimawandels.

Indien läuft Gefahr eines der Länder zu sein, welches eines Tages am meisten an Wasserknappheit leiden wird. Massive Bewässerung ist dort notwendig um das wachsende indische Volk zu ernähren. In den letzten 50 Jahren wurden dort 21 Millionen Brunnen gegraben. In vielen Teilen des Landes muss heute immer tiefer gegraben werden um Wasser zu finden. In West-Indien sind 30% der Brunnen bereits ausgetrocknet. Wasserknappheit könnte noch vor dem Jahr 2025 für fast 2 Milliarden Menschen ein Problem werden. Eine Milliarde Menschen hat keien Zugang zu sauberen Trinkwasser. Gleichzeitig werden in Las Vegas pro Person täglich 800-1000 Liter Wasser verbraucht und für die Herstellung von 1 Kilogramm Fleisch werden 13.000 Liter Wasser benötigt.